home

Allgemeine Hinweise zur Winterzeit

 

  • Eiszapfen und Schneewehen

 

Grundsätzlich ist jeder Grundstückseigentümer selbst dafür verantwortlich, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden.

Droht von einem Dach eine Schneelawine auf die Straße herabzustürzen, ist der Eigentümer, Verwalter oder Hauswart verpflichtet, im gefährdeten Bereich die Gefahr zu beseitigen. Er muss also gegebenenfalls die Straße z. B. mit einem Flatterband absperren, um anschließend den Schnee selbst zu beseitigen oder dies eine Firma ausführen zu lassen. Gleichzeitig muss er die zuständige Straßenverkehrsbehörde benachrichtigen, die ggf. mit dem Straßenbaulastträger (Tiefbauamt) Folgemaßnahmen einleitet. Denn die Gehwegabsperrung kann neue Gefahren durch auf die Straße ausweichende Fußgänger hervorrufen. 

Für die Feuerwehr ist ein Einsatz deshalb nicht immer erforderlich. So könnten Hauswarte und auch Mieter von einem Balkon, einem Wohnungsfenster oder einer Dachluke aus zum Beispiel mit einem Besenstiel erreichbare Eiszapfen abstoßen. Ähnlich könnten auch Schneewehen beseitigt werden. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, währenddessen den Gehweg von einer anderen Person absperren zu lassen. Erst wenn mit Eigenmitteln nichts erreicht werden kann, sollte die Feuerwehr gerufen werden.

 

  • Betreten von Eisflächen

 

Die Feuerwehr Plettenberg warnt dringend davor, Eisflächen auf Gewässern  zu betreten. Auch wenn diese sicher scheinen, sind sie doch zumeist nicht dick genug, um das Gewicht eines ausgewachsenen Menschen zu tragen. Bei einem Einbruch drohen Orientierungsverlust und schwere gesundheitliche Schäden bis hin zum Tode durch Unterkühlung!

Ist eine Person im Eis eingebrochen, ist sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sollte mit eventuell  vorhandenen Eisrettungsgeräten der DLRG oder anderen als geeignet erscheinenden Mitteln versucht werden, zu helfen. Beachten Sie, bei eigenen Rettungsversuchen niemals selber die Eisfläche zu betreten, umd nicht auch einzubrechen. Die Feuerwehr verfügt über spezielle Anzüge und Gerätschaften, um im Eis einbegrochene Menschen schnell und sicher zu retten.

 

  • Freihalten der Hydranten von Eis und Schnee

 

Die Feuerwehr Plettenberg stellt bei Einsätzen im Winter immer wieder fest, dass ein großer Teil der für die Entnahme von Löschwasser benötigten Hydranten vereist und oft mit Schnee bedeckt sind.

Hydranten liegen meist auf Gehwegen in Fahrbahnnähe und werden beim Schneeräumen nicht nur übersehen, sondern oft noch bis zu 1 m hoch mit Eis und Schnee zugedeckt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bildet der tauende und wieder gefrierende Schnee einen dicken Eispanzer und macht der Feuerwehr die Löschwasserentnahme fast unmöglich. Eine hierdurch verzögerte Brandbekämpfung kann u.U. Menschenleben kosten und hohe Sachschäden verursachen.

Hauseigentümer, Hausverwaltungen und Hausmeister möchten wir daher daran erinnern, unbedingt die Hydranten für die Feuerwehr von Eis und Schnee freizuhalten. Dies ist übrigens im Straßenreinigungsgesetz auch so vorgeschrieben. Deshalb sollten Hauseigentümer und Hauswarte ihrer in der Satzung der Stadt Plettenberg über die Straßenreinigung, festgelegten Verpflichtung zur Freihaltung der Hydranten nachkommen.

Eventuell kann der Geschädigte Schadenersatz gegenüber dem zur Räumung Verpflichteten geltend machen.

Hydranten werden durch 25 cm x 20 cm große weiße Schilder mit rotem Rand kenntlich gemacht. Hinter dem "H" für Hydrant ist der Wasserrohrdurchmesser (in Millimetern) und darunter die Entfernung des Hydranten vom Hydrantenhinweisschild (in Metern) angegeben.

 

 

Hier ist ein Hinweisschild für einen Hydranten abgebildet.

Hier befände sich der Hydrant 3,5 m vor und 4,5 m rechts von dem Schild.