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Einsätze 2013 der Feuerwehr Plettenberg

 

 

Chemieunfall - Mühlhoff

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Feuerwehr Plettenberg

  

 

Einsatz "Chemieunfall", Mühlhoff:

  

 

Anfänglicher Bagatelleinsatz entwickelte sich zu vierstündigem Großeinsatz der Feuerwehr
 
Die Meldung klang am Freitagmorgen gegen 07:00 Uhr zunächst harmlos. Aus einem Gabelstapler der Fa. Nedschroef im Mühlhoff seien geringe Mengen Batteriesäure ausgelaufen, so die Meldung der Feuerwehrleitstelle an die ausrückenden Kräfte der hauptberuflichen Feuerwache.
Bei der Erkundung in einer großen Hochregallagerhalle war schnell klar, dass es sich um mindestens 10 bis 20 Liter Säure handelte, welche aus einem Behälter einer Gabelstapleraufladestation ausgelaufen war. Dabei handelte es sich um eine ätzende Schwefelsäure, welche in Fahrzeugbatterien verbaut ist. Die Säure hatte bereits mit umliegenden Metallen reagiert, weshalb die Feuerwehr die komplette Halle zunächst räumen ließ, da die Dämpfe der Säure bei Einatmen stark gesundheitsschädlich sind.
Daraufhin wurden Spezialkräfte für Einsätze mit Gefahrgut aus Plettenberg Landemert, sowie der Gemeinde Herscheid nachalarmiert. Die Feuerwehr der Gemeinde Herscheid rückte mit den Löschgruppen Hüinghausen, Rärin und Neuemühle zur Fa. Nedschroef aus. Zunächst musste ein Dekontaminationsplatz durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Herscheid hergerichtet werden, um eine genauere Erkundung unter Chemiekalienschutzanzügen durchführen zu können. Insgesamt 6 Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz in Chemikalienschutzanzügen konnten die Säure dann mit einem Chemikalienbinder aufnehmen und den undichten Behälter durch Umschließen mit einer speziellen Folie abdichten. Warum die Flüssigkeit aus dem Behälter ausgelaufen war, konnte die Feuerwehr nicht abschließend klären. Durchaus zufrieden zeigten sich Einsatzleiter Stefan Ziegler aus Landemert, sowie die Einsatzkräfte aus Herscheid mit dem Verlauf des Einsatzes und der guten Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren. Insgesamt waren 35 Feuerwehreinsatzkräfte aus Plettenberg und Herscheid im Einsatz.
 
Text: ©Feuerwache Plettenberg

 

 
 
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