home

Einsätze 2013 der Feuerwehr Plettenberg

 

 

Industrie- /Gewerbebrand - Königstraße

2013 >>
 
 
Feuerwehr Plettenberg
 
 
Einsatz "Industrie- /Gewerbebrand", Königstraße:
 
Die Feuerwehrhauptwache am Wall, sowie der Löschzug 1, bestehend aus den Löschgruppen Stadtmitte und Landemert, wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kurz vor Mitternacht zu einem Brand in einem Industriebetrieb in der Königstraße alarmiert. 
Zunächst sah alles nach einem Routineeinsatz aus, so Thomas Gritschke von der Feuerwache, der gemeinsam mit Stefan Ziegler von der Löschgruppe Landemert den Einsatz leitete.
Bereits auf der Anfahrt wurden die Einsatzkräfte von der Feuerwehrleitstelle in Lüdenscheid darüber informiert, dass ein Container mit Polierstaub brennen würde. Betriebsmitarbeiter hätten den Brand durch eigene Löschversuche nicht unter Kontrolle bekommen und es sei zu einer starken Rauchentwicklung gekommen.
Vor Ort angekommen stellte die Feuerwehr fest, dass ein Container in einem Freigelände in einer überdachten LKW- Durchfahrung zwischen zwei Betriebshallen mit massiver Rauchentwicklung brannte. Betriebsmitarbeiter hatten bereits mit mehreren Feuerlöschern versucht den Brand zu bekämpfen.
Parallel zu einem Löschangriff mittels Schaummittel wurden die angrenzenden Hallen durch die Feuerwehr kontrolliert, mit dem Ergebnis, dass in den Hallen maximal eine leichte bis gar keine Rauchentwicklung festzustellen war. Den Brand hatte die Feuerwehr in kurzer Zeit unter Kontrolle. Der Container wurde mit einem Gabelstapler auf einen Vorplatz gefahren, um ihn dort auszuräumen und gezielt abzulöschen. Hierbei wurden insgesamt drei Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt.
„Bis dahin verlief der Einsatz für uns als Feuerwehr absolut routinemäßig“, so Thomas Gritschke von der Feuer- und Rettungswache. Warum sich nach und nach immer mehr Betriebsarbeiter mit den Symptomen einer Rauchgasvergiftung bei der Feuerwehr meldeten (insgesamt 11 Personen) ist noch nicht ganz geklärt. Vermutlich, noch bevor die Einsatzkräfte alarmiert wurden und eigene Löschversuche durch Betriebsmitarbeiter nicht zum Erfolg führten, drang Rauch in eine Produktionshalle, welcher durch die ausgelösten Rauchabluftöffnungen und das geöffnete Hallentor später wieder verschwand, so die Vermutung der Feuerwehr. In dieser Zeit müssen jedenfalls 11 Mitarbeiter Rauchgase eingeatmet haben.
Um die insgesamt 11 Verletzten zu versorgen, wurden über die Kreisleitstelle weitere Rettungsmittel alarmiert. Insgesamt 7 Rettungswagen aus Plettenberg, Werdohl, Lüdenscheid, dem DRK Herscheid, Finnentrop und Attendorn, zwei Notärzte, sowie dem Leitenden Notarzt aus Lüdenscheid wurden alarmiert. Erstmalig zum Einsatz kam der in Holthausen stationierte und von der Löschgruppe Holthausen besetzte Gerätewagen für Massenanfall von Verletzten (GW-MANV). Die 11 Verletzten, zwei davon schwer verletzt, wurden nach Sichtung durch die Notärzte in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Erst nach drei Stunden konnten alle Einsatzkräfte der Plettenberger Feuerwehr wieder in ihre Standorte einrücken.
 
Text: ©Feuerwache Plettenberg
Zurück